In der Kieler Seiboldstraße, in einem tristen Wohn- und Lagerhaus wird die junge Renate Plikat in einem Appartement tot aufgefunden. Sie wurde zwei bis drei Tage zuvor von hinten erschlagen. Der Hausverwalter und die Nachmieter der Wohnung haben sie bei der beabsichtigten Wohnungsübergabe entdeckt. Der Hausmeister sagt aus, dass Plikat seit einem Jahr in dem Appartement wohnte. Ihr Stiefvater hat sie vor wenigen Tagen als vermisst gemeldet. Kurz vor ihrem Tod hatte sie noch 20.000 DM von der Bank abgehoben. In einem vorgefundenen Notizbuch finden sich ausschließlich Kontaktdaten von Männern und eine Callgirl-Anzeige aus einer Zeitung. Herr Miesbach, der seinen Kiosk gegenüber dem Appartement von Renate Plikat hat, bestätigt, dass in Plikats Wohnung des Öfteren verschiedene Männer ein- und ausgingen.